
Astrid Klein gehört zu den bedeutendsten konzeptuellen Künstlerinnen Deutschlands. Ihr Werk besitzt für uns eine besondere Bedeutung. Wir schätzen sowohl ihre künstlerische Praxis als auch ihre persönliche Haltung sehr. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch große gedankliche Präzision, emotionale Intensität und eine zugleich klare, reduzierte Ästhetik aus.

Die Arbeiten von Astrid Klein begleiten mich schon seit längerer Zeit. Das Werk ‚Mirror of nothingness‘, das ich in Berlin gesehen habe, war jedoch ein entscheidender Moment. In diesem Augenblick war mir klar, dass ich mit ihr arbeiten möchte – auch, weil genau diese Arbeit die Grundlage für das erste Stück der Edition geworden ist.
Was mich an ihren Arbeiten fasziniert, ist diese Klarheit in der Bildsprache – eine Reduktion, die dennoch eine starke Präsenz hat. Gleichzeitig ist da eine gewisse Offenheit, die Raum für eigene Wahrnehmung lässt. Vielleicht war es genau diese Balance, die bei mir den Wunsch ausgelöst hat, mit ihr zu arbeiten.
Im Austausch mit ihr wurde mir zudem bewusst, wie sehr ihre Haltung, ihre Erfahrungen und die Konsequenz, mit der sie ihren Weg über viele Jahre verfolgt hat, auch meinen eigenen Blick auf Dinge geschärft hat.
Die Zusammenarbeit mit Astrid war von großer Präzision geprägt. Viele Entscheidungen sind im gemeinsamen Austausch entstanden, oft in sehr feinen Verschiebungen, die am Ende die Konsequenz des gesamten Stücks bestimmen. So auch der weitergeführte Stripe im Nacken – eine zurückhaltende, aber prägende Setzung.
Was diese Edition für mich ausmacht, ist genau diese Konzentration auf das Wesentliche.
Im Zentrum von Astrid Kleins künstlerischer Praxis steht die Collage. Durch die Verbindung gefundener Bildmotive mit Texten und Zitaten aus Philosophie, Theorie und Wissenschaft hinterfragt sie etablierte Machtstrukturen und konventionelle Formen der Darstellung.
Ihr Werk umfasst fotografische Arbeiten, Installationen, Malerei sowie Neon- und Spiegelarbeiten. Über alle Medien hinweg schafft Astrid Klein einen ästhetischen und gedanklichen Raum der Reflexion, in dem sich Poesie und kritische Analyse begegnen und der Betrachter in den Mittelpunkt der Erfahrung rückt.
Astrid Klein wird von Sprüth Magers vertreten.



Das erste Teil der Edition ist ein Mantel der auf dem Werk Mirror of nothingness basiert. Die Arbeit wird in einzelne Stripes übersetzt, aufwendig silberfarben bedruckt und präzise dem Werk entsprechend auf den Mantel gesetzt.
Das Innenfutter greift Fragmente verschiedener Arbeiten der Künstlerin auf - Textpassagen und Bildausschnitte, die sich erst beim Öffnen zeigen. Es folgt keiner klassischen Futterlösung sondern ist als eigenständige Fläche gedacht.
Gefertigt wird jeder Mantel in Deutschland. Die Edition ist auf 50 Exemplare limitiert und nummeriert.

